579 Orgelpfeifen für 549 Mark

 275 Jahre Orgelspiel in Großstorkwitz

Unsere erste Orgel erklang von 1736 bis 1854. Seit 1854 haben wir ein Instrument des Bornaer Orgelbaumeisters Urban Kreuzbach. Es hat ein Manual und Pedal, 11 Register und 579 Pfeifen und kostete damals 549.- Mark.

Unser Orgelspieljubiläum wollen wir in unserer Großstorkwitzer Kirche mit einer festlichen Flöten- und Orgelmusik am Sa., den 18. Juni 2011, 17.00 Uhr feiern, zu dem Sie, Ihre Familie, Freunde und Nachbarn hiermit herzlich eingeladen sind. Es erklingen Werke von Samuel Scheidt, Tomaso Albioni, Franz Schubert und James Carey.

Für uns musizieren das Blockflötenensemble der St. Marienkirche Borna.
Leitung und Orgel: Kirchenmusikdirektor Bernhard Müller.
Eintritt frei. Spenden erbeten

275 Jahre Musik auf der „Königin der Instrumente“ zur Ehre Gottes und zur Freude seiner Gemeinde, zur Begleitung der Gottesdienste, Feiern in Freud und Leid und des Gesanges ihrer Glieder in unserer St.- Leonhardi-Kirche sind schon ein Grund zum Freuen und zum Danken.

***

Die erste Orgel

1725 schickte der Rat der Stadt Pegau den Theologen Johann Benjamin Flade (1686 in Pegau geboren) ins Ratsdorf Großstorkwitz zur Unterstützung von Pf. Hayn. Als dieser 1728 verstarb, wurde Flade Pfarrer in Großstorkwitz.
Das vorangegangene Jahrhundert war eine schlimme Zeit: der 30-jährige Krieg, Belagerungen, Plünderungen, Brände, Kontributionszahlungen … immer war auch Großstorkwitz in Mitleidenschaft gezogen, auch das Kirchengebäude.
Nach vielen Gesprächen konnte Flade den Pegauer Stadtrat überzeugen, dass die Kirche saniert werden musste.
1731 konnte er eine gründliche Reparatur der Kirche veranlassen. Dazu ge-hörte auch der Einbau einer Orgel, denn eine solche gab es nicht. Flade sorgte für die Kirchendacherhöhung, um für Blase-bälge Platz zu schaffen. Handwerker wurden mit dem Bau eines Kanzelaltars und einer Orgel beauftragt. 1736 wurde die erste Orgel dann eingeweiht.
Erster Organist war ein gewisser Reinhard aus Pegau, da Schulmeister Buchheim „des Orgelspiels nicht mächtig war“. Nach dessen Tod wird als Schulmeister und Organist Johann Gottfried Tittmann genannt.
Diese 1. Orgel war nach gut 115 Jahren verbraucht. Am Sonntag vor Pfingsten, dem 28. Mai 1854 erfolgte die Weihe der 2. Orgel – erbaut vom berühmten Urban Kreuzbach.
Ihr Detlev Heller

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: