„Derhalben machet mir nicht ein muß sein aus dem frei sein …“

Luther Toleranz

Ein Vortrag mit dem ehemaligen Groitzscher Pfr. Dr. Ilgner (jetzt Dresden) am Donnerstag, 21. November, 19.00 Uhr, im Lutherhaus Pegau. Eintritt frei

Martin Luther ist geradezu berühmt-berüchtigt für derbe Grobianismen und ungehobelte verbale Ausfälle. Polemische Äußerungen zu Papst, Juden und Türken werden ihm bis heute übel vermerkt. Aus diesem Grund gilt er – von heute aus betrachtet – als Paradebeispiel für die Intoleranz. Interessanterweise hat er in seiner Frühzeit auch andere Töne anschlagen können.
Die Lutherdekade hat für das Jahr 2013 die Toleranz in den Mittelpunkt gestellt. Es fragt sich, ob der Toleranzgedanke für das Wirken Luthers relevant ist.

Ausgehend von einer kritischen Bestimmung des neuzeitlichen Toleranzbegriffs sollen Aspekte aus den “Invokavitpredigten” Luthers vom Frühjahr 1522 im Zusammenhang der Wittenberger Wirren herausgestellt werden. In einer äußerst heiklen Situation, in der die junge Wittenberger Bewegung in Anarchie hätte versinken können, vermag sich Luther durchzusetzen, indem er Toleranz einfordert. Ausgerechnet bei ihm eine theologisch argumentierenden Toleranz auszumachen, mag  überraschen. Es stellt sich die Frage, ob die Argumente Luthers für einen toleranten Umgang mit Andersgläubigen von bleibender Bedeutung sein können.

toleranz

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