Kreuzkirche Trautzschen

Eine Kapelle in Trautzschen wurde erstmals um 1235 erwähnt. 1475 ließ Johann von Draschwitz die Dorfkirche im gotischen Stil neu errichten. Die Dendrochronologie der Dachkonstruktion (2016) hat das Jahr 1504 ergeben, sodass Anfang des 16. Jh. weitere Arbeiten zu vermuten sind.

Die Trautzschner Kirche erhielt 1540 den Status einer Pfarrkirche. Anfang des 17.Jh wurde eine farbig gefasste Holzdecke mit dem Wappen David von Dörings eingebaut, die seit Kurzem teilweise wieder sichtbar ist.

Im Jahre 1745 erhielt die Kirche einen Kanzelaltar. 1775 wurde eine neue Orgel eingebaut. Bereits 1843 wurde sie durch eine neue Orgel von Urban Kreutzbach. Bemerkenswert ist, dass vier Register der alten Orgel erhalten blieben – und die Orgel somit mehrere Jahrzehnte sächsischer Orgelbaugeschichte vereint.

Die Kirche wurde seit den 1980er Jahren nicht mehr benutzt. 2018 wurden Dach und Dachstuhl umfangreich saniert und die Kirche so vorm Einsturz gerettet. 2020-21 wurde der Innenraum durch weitere Baumaßnahmen wieder nutzbar gemacht, auch wenn noch viele Bauaufgaben bleiben. Im Oktober 2021 fand nach Jahrzehnten wieder der erste Gottesdienst in der Kirche statt.

Bemerkenswert ist das Sandsteinwandgrab des Burgold Puster, der 1567 verstarb. Der Epitaph wurde im Zuge der Bauarbeiten 2020 gefestigt und vor dem Verfall gerettet.

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